Die Reise beginnt!!!
Wir haben unsere Aupair Zeit gut überstanden und natürlich fiel uns der Abschied von unseren australischen Familien sehr schwer.
An Silvester haben wir zwei uns dann in Sydney wiedergesehen und waren happy, uns endlich in das Abendteuer zu stürzen. Unser neues „ Zuhause“ ist der gemütliche und überaus komfortable Camper Van von Lukas, Konsto und Robin, den sechs Eiern. Mit ihnen soll es nun 6 Wochen lang auf die Reise gehen.
Silvester haben wir in Sydney beim Opera House verbracht, wo wir einen relativ guten Blick auf das Feuerwerk der Harbour Bridge hatten. Die restlichen 4 Feuerwerke konnten wir leider nicht sehen… Anna fand das Feuerwerk „ voll geil“ und Mariana eher enttäuschend, da es nur 11 Minuten lang war.

In den weiteren Tagen haben wir Sydney ein wenig erkundet und waren natürlich auch am berühmten Bondi Beach, wo wir den Surfern hinterher geguckt haben! Konstos Eltern, die auch in Sydney hausten, haben uns in ihr Hotel zum Essen eingeladen, was wir natürlich total lieb fanden :) ( da Instant Nudeln jeden Tag nicht so geil sind
)
Weiter ging es mit Harald und Ingrid in die Blue Mountains zu Aussie Freunden, die sie ein paar Tage vorher in einer Bar kennen gelernt hatten. John und Debbie hatten ein mega Aussie-Barbecue vorbereitet, yum yum! Am Alkohol hat es auch nicht gefehlt … Ausserdem konnten wir den Luxus eines normalen Bettes und einer warmen Dusche genießen ( man man kalte Duschen sind echt nicht schön!!)

Mit angefuttertem Speck konnten wir dann das 4 –malige Wandern in den Blue Mountains überleben! Die Aussicht war der absolute Wahnsinn und das Wandern hat echt Spaß gemacht – man glaubt es kaum! Also wie ihr bemerkt, wir waren auch MAL sportlich in Australien! Auf den Wegen ging es durch Flüsse, über Steine und durch Schlamm hindurch! In den Wentworth Falls haben wir dann die bisher schönsten Wasserfälle gesehen und darin geplantscht.


Erstaunlicher Weise kann man im Van richtig lange ausschlafen. Aufgewacht wird dann abgecheckt, wer alles schon wach ist und wie viele Mückenstiche man sich in dieser Nacht eingefangen hat! Zum Frühstück gibts bei den Jungs Toast mit Käse, Chilli Soße, Cayenne Pfeffer und Wurst ( jaja die haben schon einen seltsamen Geschmack) und bei uns Toast mit Marmelade oder Käse. Manchmal reicht das Geld sogar für eine Schüssel Cornflakes! Dann wird entschieden wohin es heute geht..meistens fahren wir ein paar Stunden und halten dann an, wo es uns gerade gut gefällt (meistens ein schöner Strand :) ).. nachmittags chillen wir, schwimmen, spielen Karten , Fußball oder Yatzi bis wir dann irgendwann hungrig werden. Der nächste Supermarkt wird aufgesucht und dort wird entschieden, was wirklich nur notwendig ist! Danach wird ein nettes Plätzchen zum Essen gesucht und auf der „hauseigenen“ Kochplatte dann etwas leckeres zubereitet. Die häufigsten Gerichte sind Instant Nudeln mit Flavour oder Reis/Nudeln mit Soße und Thunfisch und extra viel Zwiebeln für Lukas! Am Abend wird eine kostenlose Rest Area oder der illegale Straßenstrand als Schlafplatz ausgesucht und ein oder zwei Filmchen geguckt bis auch der letzte am Schnarchen ist.
Das besondere beim Reisen im Van ist, dass man morgens immer an verschiedenen Orten aufwacht. In Botany sind wir zum Beispiel gegenüber vom Flughafen in Sydney gewesen und konnten den Flugzeugen beim starten zugucken, während wir unsere Cornflakes aßen! Ein anderes Mal haben wir in Mollymook direkt am Strand geschlafen. Dort kamen abends 2 Polizisten zum Van und wir hatten schon ziemliche Angst, dass sie uns wegschicken würden. Sie fragten Konsto „ Are you living in a dream man“? Worauf Lukas erst mal verstanden hat „ Are you living on green“
..naja , jedenfalls hat Konsto dann erklärt, dass wir lieb sind und nichts anstellen und sie uns dann illegaler Weise erlaubt haben, dort über Nacht zu bleiben
Auf dem Weg Richtung Süden haben wir im National Park Jervis Bay gehalten, wo wir 2 Tage verbrachten. Neben toten Kugelfischen am Strand sahen wir auch direkt vor uns einen einsamen Delphin seine Runden schwimmen, dem wir dann eine Stunde lang hinterher gelaufen sind. Natürlich haben wir uns an den wunderschönen Stränden gesonnt, wo sich der ein oder andere(wir reden hier nur von unseren männlichen Reisenden), trotz 30+ Sonnencreme, einen Sonnenbrand zugezogen hat (autsch). Ansonsten wurde der Tag mit Fußball oder Yatzi spielen verbracht.
Die Frage der Fragen kam, nachdem wir den National Park verließen : Muss man die Hauptstadt Australiens besuchen oder sollte man auf die vielen Einheimischen hören, die sagen, es lohnt sich wirklich nicht!? Naja wir entschieden uns Canberra zu erkunden, und müssen zugeben, dass es uns nicht wirklich gefällt. Das Parlament House ist wirklich schön, aber die Stadt ist irgendwie tot. So verließen wir nach einem halben Tag schon wieder die Hauptstadt
… und fuhren erst mal Frustshoppen ins Outlet Center.

Vollgepackt mit Tüten und neuem Kram ging es weiter nach Merimbula. Am Strand trafen wir einen netten Einheimischen, der beim tauchen Miesmuscheln gefangen hat und uns davon welche abgab. Sogar Mariana hat eine Muschel probiert! Im Mäcces angekommen, welches wir nur wegen Free Wifi und 50 Cent Eis ansteuern, trafen wir zufällig Lisa, die die Jungs aus Cairns schon kannten. Prompt entschieden wir am Strand ein wenig Alkohol fließen zu lassen und dort zu schlafen. Zu uns gesellten sich noch 1 Franzose und 2 Kanadier, mit denen es dann richtig lustig wurde!

Nach 4-stündiger Fahrt kamen wir in dem gemütlichen Örtchen Lakes Entrance an, wo wir Lisa und ihre Freundin Lea wiedertrafen. Wir beschlossen zusammen ein kleines Boot zu mieten, wo wir aber zu 7. genug Platz hatten. Mit Sekt und Musik hatten wir dann eine spaßige 3-stündige Fahrt. Die Jungs blieben leider erfolglos mit ihrem Angelsport – also leider kein Abendessen L . Außerdem hatten wir einen Mann über Bord – genauer gesagt Lisa, die es trotz ihrer Todesangst dann doch noch zurück ins Boot geschafft hat. Später, beim Ausstieg aus dem Boot, war seltsamerweise ein Loch im Fenster…komisch komisch!
Ab auf die Flucht !

Am Abend wollten wir uns dann mal ein richtig leckeres Essen gönnen und so gab es dann selbst gemachte Burger mit viel Fleisch und viel zu viel Zwiebeln…
Am Schlafplatz trafen wir abends MAL WIEDER Deutsche und hatten mit den zwei kölner Burschen einen geselligen Abend.
Weiter ging unsere Reise zum Wilsons Prom. Nationalpark, wo wir als erstes den Whiskey Bay ansteuerten. Erstmal chillen am Strand. Die riesen Steinbrocken am Wasser wurden natürlich sofort von uns erklimmt, denn wir wollen nicht unten stehen bleiben, sondern uns den Platz an der Sonne sichern. Im Bikini und Barfuß kletterten wir geschickt die Felsen hoch. Die Gefahr dabei muss man dann einfach mal ein wenig ausblenden.( Ein Gruß an die sich sorgenden Mamis, wir sind nicht im Krankenhaus gelandet :) ) Am Strand trafen wir dann – oh Wunder- einen Deutschen und einen Belgier und kickten ein bisschen Fußball mit den Jungs.


Wie wir jetzt schon mehrfach gehört haben ist unsere deutsche Sprache nicht mehr das, was sie mal war. Also „Sorry“ an dieser Stelle für alle Unannehmlichkeiten.
